Die Collage einmal selbstgemacht

Der 6. Februar war der erste Dienstag im Monat, an dem es gewöhnlich Treffen im Belvedere gibt. Diesmal hatten wir einen Termin im Belvedere21, wo es aber etwas Neues gab. Es hieß: „Einfach ab ins Atelier“ und das taten wir auch. Jeder bekam einen Platz am Arbeitstisch und dann ging es los.

Unsere Begleiterin Julia Haimburger erklärte uns, was uns für eine eigene Collage alles zur Verfügung stand. Es gab Zeitungen, Fotos und Bilder. Auch Klebebänder lagen bereit. Als Untergrund waren Papiere jeder Art möglich. Zur Anregung gab es noch eine Inspirations-Frage: „Was möchtest du verbinden oder wo möchtest du Zusammenhalt stärken?“ Bei so viel Angebot musste sich jeder erst einen Durchblick verschaffen. Aber dann gab es viele einzelartige Ideen.

Unsere Collagen waren einfach unschlagbar

Man kann sich gar nicht vorstellen, was dabei alles möglich ist. Jeder hatte mit der Schere viel auszuschneiden. Es ist unglaublich, was für so eine Collage alles möglich ist. Mehr oder weniger war es viel Glück, welches passende Material man fand und unvorstellbar, was dabei alles kombinieren wurde.

Ich hatte mir das berühmte Bild von Gustav Klimt „Der Kuss“ als Untergrunde genommen. Bei einem früheren Rundgang wurde einmal erkannt, dass die Dame mit dem stark im Nacken abgebogenen Kopf wohl einen steifen Nacken hatte!? Also legte ich das Bild auf die Seite, wodurch die Frau fast auf den küssenden Mann herunterblicken konnte. Dazu fand ich dann so viele für mich ausdrucksstarke Bilder, die den Hintergrund fast total abdeckten. Wo dieser Kuss mit dem Punschwärmer und der Tiernahrung wohl stattgefunden hatte? Darüber kann sich jetzt jeder selbst seine eigene Meinung bilden!

Gustav Klimt´s „Der Kuss“ (ganz links) einmal anders gesehen

 

Sigrid Kundela

 

 

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