Sex im Zoo von Schönbrunn

3. März 2026

Diesmal waren wir die glorreichen Sieben, die gleich beim Eingang die Kängurus besuchten. Es war den kleinen Hüpfern schon warm genug und bei zwei Weibchen konnte man Nachwuchs aus deren Beutel blicken sehen.

Beat, Hermann, Sigrid vor Reinhard, Hannelore und Renate

Die beiden Flusspferde saßen diesmal im Haus am Wasserrand und wollten wohl hinausgehen. Allerdings war die Pflegerin gerade mit dem Reinigen des Geheges beschäftigt. Beim Wasserspritzen zum Säubern der Wand schwammen die beiden Tiere gleich dorthin, wo sie sich dann auf den Kopf und ins Maul spritzen ließen.

Und wo waren die Löwen? So wie immer, lagen alle drei oben auf den Felsen. Dort können sie nicht nur die leicht herausblinzelnde Sonne genießen. Die große Steinplatte wird nämlich auch gewärmt, wodurch sie sich vielleicht ein bisschen wie in Afrika fühlen!?

Für Renate machten wir noch einen kleinen Abstecher zum alleinlebenden Eisbären Ranzo. Die beiden sind so gut befreundet, dass er immer wieder bei ihr vorbeiging. Die beiden hatten wieder einmal geflirtet!

Nachdem es Beat dann schon zu anstrengend wurde, verabschiedete er sich von uns. Der Rest ging nach unserer langen Winterpause endlich wieder einmal hinauf zum Tirolerhof. Wir genossen im Freien den hervorragenden Gemüseeintopf und Reinhard lud uns zu g‘schmackigen Käsewürferln ein.

Nach der Mittagspause schaute unser Freund und Revierleiter Gerold nochmals bei uns vorbei. Wir wollten die für uns noch neuen „Blauen Wiener“ endlich einmal sehen. Das sind Hauskaninchen mit einem dichten Fell. Sie sind angeblich sehr zutraulich, waren von den Salathäupeln aber nicht wegzulocken. Eine große Gefahr ist der dort angesiedelte wilde Fuchs, der selbst vor den Besuchern keine Angst hat. Daher heißt es hier, gut aufpassen, damit nichts passiert!

Blaue Wiener mit Salat

... und Gerold beim Erklären

Vor dem Rückweg machte ich noch auf die heimischen Tiere aufmerksam. Beim Sulmtaler Huhn vertragen sich sogar zwei Gockeln. Kaum hatte ich auf diese Gemeinschaft hingewiesen, hüpfte einer der beiden auf ein Huhn und demonstrierte uns einen Paarungsakt. Also wird es dort auch genügend befruchtete Eier geben.

Gleich daneben machte ich auf die Taunerscheckenziegen aufmerksam. Die fünf Weibchen haben schon neun Junge bekommen. Mit einem Blick ins weiter unten liegende Außengehege konnten wir Admiral, den Tauernscheckenziegenbock und Teufelchen, den Zwergziegenbock sehen. Dieser ist zur Gesellschaft bei Admiral, dass diesem nicht langweilig wird. Abends kommen die Ziegen mit ihren Kindern in den Stall, die zwei Böcke übersiedeln ins näher gelegene Aussengehege.

Den Waldweg bergab kamen wir beim Luchs vorbei. Das Pärchen hat bereits drei  größere Jungtiere. Sie gingen in unsere Nähe hin und her und schon war´s passiert: die Eltern hatten Sex! Ob das auch gleich eine Aufklärung für den Nachwuchs war?

Der Luchs war ausnahmsweise tagaktiv

Im Tal fielen und die Geparde mit ihrer Mutter im Freien auf. Der Nachwuchs war wirklich schon größer geworden. Noblen Blickes liefen sie den futterraubenden Krähen nach. Die Vögel sind dann doch eine Spur schneller in der Luft und genießen am Baum sitzend das geklaute Stückchen Fleisch.

Bei wärmender Sonne waren auch die Elefanten im Freien. Der kleine Maputo lief mit aufgestellten Ohren herum und probierte ein paar Halme vom trockenen Heu.

Am Weg zur Jause gingen wir noch bei den Roten Varis und Kattas vorbei. Sie waren noch im Haus und hüpften eifrig herum. Im Freien nahmen viele Schildkröten ein Sonnenbad.

Nur mehr zu Dritt kehrten wir in die Orangerie ein. Bald kam auch meine Freundin Ulli, die uns bis zum Schluss noch viel Interessantes mitteilte. Die Tage werden schon länger und die Schließzeit ist jetzt erst um 17.30 Uhr. Mal schauen, wo es bei unserem nächsten Besuch am 7. April überall Nachwuchs geben wird. Hugh,

 

Nudi Gerhard Neuhold, Wien

 

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