Bei der Resi am Tirolerhof

05.05.2026

Wieder einmal hatten es die „glorreichen Sieben“ in den Tiergarten Schönbrunn geschafft. Auch wenn nicht alle pünktlich kamen und ein Teil früher ging, passten unsere fünf Männer mit zwei Damen bestens zusammen. Noch dazu war es gerade der 5. Mai. Was könnte da noch schief gehen!?

Wir begannen zunächst im Aquarien-Terrarien-Haus. Für gute Laune sorgte der Wickelschwanzskink. Er ernährt sich vegetarisch und ist eigentlich nachtaktiv. Es war zwar Tag, aber er hatte die Augen offen und sah gut gelaunt aus. Zumindest für uns wirkte es so, als würde er uns entgegenlächeln. Er wird bis zu 60 cm lang und seine lebend geborenen ein bis zwei Jungtiere sind bei der Geburt bereits 20 cm lang. Bis zu 30 Jahre alt können sie werden. Das Pärchen in Schönbrunn ist selbst bereits 25 Jahre alt und bekommt regelmäßig Nachwuchs.

Lächelnder Wickelschwanzskink

Namib-Sandgecko

Auch der Namib-Sandgecko fiel uns diesmal auf. Er ist ein 7-9 cm großer Gecko. In seiner Heimat lebt er mit seinen kurzen stummeligen Zehen in der Halbwüste und versteckt sich tagsüber in selbst gegrabenen Löchern. Die in Schönbrunn lebenden Tiere wurden illegal geschmuggelt und am Wiener Flughafen beschlagnahmt.

Am Weg zum Zug beim Elefantenhaus liegt doch das große Gewässer mit der Insel für die Kattas und Roten Varis. Viel interessanter war diesmal eine Ente, die ruhig im Gebüsch auf ihren gelegten Eiern saß. Daneben schwamm das Männchen schützend im Teich. Wie lange wird es wohl dauern, bis es kleine Küken geben wird!?

Mit Fahrer Klaus (gelbes Leibchen) in der Tschu-Tschu-Bahn

Dann gab es die von Beat genannte Fahrt mit der Tschu Tschu-Bahn“ zum Tirolerhof. Den Fahrer Klaus kennen wir schon jahrelang und kam uns dankenswerterweis preislich entgegen. Wir sind doch fast alle noch wie Kinder und fast alle bekamen das billigere Ticket. Nur ein Erwachsener wurde verrechnet. Wer damit wohl gemeint war?

Auf der Alm am Tirolerhof gab es eine Neuigkeit: Die schwarze Tux-Zillertaler Kuh Ella hatte das Kalb Elena auf die Welt gebracht Die Geburt war Ende April gewesen. Ich konnte mich erinnern, dass das kleine Kälbchen bereits nach zwei bis drei Tagen mit allen anderen im Freigehege mitlief.  Elena ist jetzt noch rostbraun, könnte später aber wie die Mutter dunkler werden. Der Name dieser Rasse hängt mit der unterschiedlichen Farbe zusammen. So gibt es die schwarze Tuxer und die braun oder rote Zillertaler Kuh.

Ella mit ihrer kleinen Elena

Die Kaninchen „Blaue Wiener*Innen“ haben womöglich schon Nachwuchs bekommen!? Im Gegensatz zu den Hasen sind diese Tiere nach der Geburt taub, blind und auch noch nackt. In deren Stall kann man leider nicht gut hineinschauen. Aber vielleicht werden wir das nächste Mal im Freien mehr „Hoppler*Innen“ sehen.

Wer kennt sie nicht, die Resi vom Tirolerhof? Gerold, der Revierleiter und unser Freund, hatte vor bald 16 Jahren in der Holzhütte zwei kleine ausgesetzte Katzen gefunden. Sie wurden natürlich adoptiert und erhielten die Namen Resi und Karli. Während Resi sich gerne auf die Jacken oder Rucksäcke der Zoobesucher setzt, ist Karli etwas schüchtern. Er kommt erst am Abend, wenn nicht mehr so viel los ist. Als Freiläufer sind diese beiden Katzen auch sehr wichtig. Denn Resi und Karli sorgen dafür, dass es nicht allzuviele Mäuse am Hof gibt. Hoffentlich bleiben die beiden Jäger noch lange aktiv.

Die Jäger Resi

& Karli vom Tirolerhof

Wieder im Tal verkleinerte sich unsere Gruppe. Nur Renate und Sigrid blieben noch bei mir. Wir wollten uns noch die Raubkatzen anschauen. Deren Gehege sind aber derartig mit Pflanzen verwachsen, dass es nicht viel zum Entdecken gab. Nur der jungen Tigerin Sungari konnte ich mit meiner Kamera ein wenig näher rücken. Im Nachbargehege ist der männliche Tiger Pepe daheim. Die beiden werden hoffentlich bald zusammengeführt. Nur wann genau, ist ein Geheimnis.

Junge Tigerin Sungari

Nachdem uns sonst nichts Interessantes mehr unterkam, ging es ab zur Jause in die Orangerie. Schließlich kam wie immer auch noch Ulli zu unserem netten Abschlussgespräch. Von ihr gibt es immer noch interessante Ergänzungen für unsere Tagesroute. Hugh,

 

Gerhard Nudi Neuhold, Wien

 

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