Zoo mit vielen Pflanzen und ein paar Tieren

7. Juli 2026

Vier lustige Abenteurer*innen machten sich am 7. Juli auf den Weg in den Tiergarten Schönbrunn. In den Sommerferien fühlt man sich bei schönem Wetter natürlich nicht alleine. Vielleicht waren es aber doch schon zu viele lärmende Kinder, denn die Tiere waren nicht sehr entgegenkommend. Die Panda-Dame Lan Yun saß mit einer Bambusstange ruhig am Plätzchen und hatte den Rücken zum Publikum gedreht. Die Flusspferde waren ausschließlich unter Wasser und holten nur ab und zu Luft. Die Tiger und Amurleoparden hatten sich hinter den Büschen versteckt. Man könnte glauben, dass jetzt anstelle der Tiere ein botanischer Garten entstehen sollte!?

Erfreulicherweise kreuzte sich unser Weg mit Drago(slav) Marjanovic. Ich kenne diesen netten Hausarbeiter schon sehr lange und es gab ein paar freundliche Worte zu wechseln.

Drago sorgte für gute Laune im Zoo

Dann schauten wir zu den Nasenbären, die sogar in den Medien wegen ihrem niedlichen Nachwuchs gezeigt wurden. Ein Problem ist nur deren dicht verwachsenes Gehege. Denn außer den Schwänzen und einem Gesicht war dort Nichts zu entdecken – außer dichte Büsche.

Nasenbären

Über die Wackelbrücke, offiziell Baumpfad genannt, gingen wir hinauf in Richtung Tirolerhof. Auf dieser Strecke gibt es viele Tafeln. Renate versuchte uns die unterschiedlichen Blätter zu erklären. Es ist kaum zu glauben, dass die Linde 1000 Jahre alt werden kann.

Bei den Baumtafeln auf der „Wackelbrücke“

Am Tirolerhof gingen wir zuerst beim Kuhauslauf vorbei. Dort hatte am 27. Juni das „Original Braunvieh“ Bella ihr Kälbchen Bianca zur Welt gebracht. Sie lagen beim Unterstand im Schatten und hielten Mittagsschlaf. Ich habe dieses Bild schon vor ein paar Tagen gemacht.

Bellas Kalb Bianca bei der Modeschau

Die herzigen Kaninchen mit dem Namen Blaue Wiener haben schon viel Nachwuchs bekommen. Diesmal waren sie endlich auch im Freien zu sehen. Zwei Weibchen hatten 7 männliche und 6 weibliche Jungtiere auf die Welt gebracht. Mittlerweile sind im Gehege neben dem Tirolerhof aber nur alle Weibchen zu sehen. Die Männchen sind im Wirtschaftshof untergebracht, denn sonst würde es bald viel zu viele Blaue Wiener - nicht nur beim Heurigen - geben.

Dann gab es Stärkung, wo unser Kollege Christian schon auf uns wartete. Wir hatten viel zu tratschen und sangen ein Lied gemeinsam mit unserem Freund Ferdinand, der uns auf der Gitarre begleitete.

Hoppe, hoppe Reiter

Zwergmaus

Wieder im Tal machten wir noch einen Spaziergang vorbei an den „Pflanzengärten“, wo sich alle Tiere im Schatten gut versteckten. Sogar die Eurasischen Zwergmäuse hatten sich in ihren beiden Terrarien gut zurückgezogen. Da war nur deren Futter, die kleinen Heimchen am Boden gut zu sehen. Aber Renate fiel eine Maus auf. Ich wollte aber unbedingt eine andere, ganz ruhige Maus fotografieren. Denn sie hielt sich verdächtig still und hatte einen dicken Bauch. Vielleicht war sie knapp vor der Geburt neuer Mäuschen. Vorerst gab es 3 Männchen und 10 Weibchen, aber jetzt vielleicht schon ein paar mehr …

Am weiteren Weg fielen uns die Segelfalter auf. Sie gelten als einer der schönsten Schmetterlinge in Europa und haben eine Flügelspannweite bis zu 80 mm. Einer von ihnen setzte sich für das Foto ein wenig länger auf ein Blatt. Die letzte Generation Segelfalterraupen eines Jahres überwintert als Puppe und fliegt dann im Frühling als bezaubernder Falter durch die Lüfte

Wunderschöner Segelfalter

Mir fiel der Spruch „Glück ab, gut Land“ ein, der mich an meine Künste im Jahr 1977 erinnerte. Damals machte ich die Ausbildung zum Fallschirmspringer. Vor der Prüfung hatte ich bei schrägem Wind aber eine Bruchlandung und brach mir dabei den Unterarm. Das war dann das Ende meiner Flüge in der Luft.

Am Weg zur Jause in die Organgerie hörten wir bei dem kleinen Zusatzbecken der Robben ein piepsendes Geräusch. Eine weibliche Robbe tauchte die ganze Zeit im Becken. Aber mir fiel die Tafel mit dem Hinweis auf, dass am Vortag ein Robbenbaby auf die Welt gekommen war. Man konnte es nur sanft hören, aber sehen … vorerst nur in unseren Gedanken.

In der Orangerie hatten wir uns noch viel zu erzählen. Die anderen Männer waren schon längst am Heimweg. Dafür durfte ich aber meine Freundin Ulli bei uns begrüßen. Mit Renate und Sigrid schrieben wir dann die Tagesroute zusammen und hatten hoffentlich nichts vergessen

Gans, Schaf, Hase, Kuh, Schwein, Sigrid und ich

Mal schauen, was es das nächste Mal, dem 4. August, von uns alles zu berichten geben wird. Hugh,

 

Nudi (Gerhard) Neuhold, Wien

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