Auch bei Kälte lohnt sich unsere Zoo-Runde

3. November 2026

Die Hitze war vorbei. Jetzt ist es ganz schön kalt. Trotzdem riskierten wir den monatlichen Rundgang im Tiergarten Schönbrunn. Dafür wurden wir beim Eingang von Dragan herzlichst empfangen.

David, Renate, Dragan, Sigrid, Matthias und Christoph

Diesmal starteten wir gleich im Aquarien- und Terrarienhaus. Dort ist es nicht nur angenehm warm. Die Krokodile, Schildkröten und größere Fische sind dort leicht zu finden.  Aber die Echsen, Geckos und Schlangen bewegen sich nur sehr wenig und müssen oft lange gesucht werden. Dafür sind die Blumenfledermäuse das Gegenteil. Das Licht leuchtete taghell und sie flogen in Windeseile herum. Dadurch kann man auch sie nicht so leicht beobachten.

Kleiner Antillenleguan

Namib-Sandgecko

Wieder im Freien gingen wir durch das Giraffenhaus, vorbei am langen Elefantengehege bis zu den Humboldt-Pinguinen. Von dort ging es dann bergauf zum Tirolerhof. Am Weg dorthin fielen uns noch die Arktischen Wölfe auf. Sie hatten vor Kurzem ihr Futter bekommen. Christoph beobachtete das dominierende Alphaweibchen. Es hatte das größte Fleischstück bekommen und knurrte, sobald ihr jemand zu nahe kam. Da hatten die drei Kleinen eine gute Idee. Während zwei Junge sie auf der Rückseite ablenkten, kam das Dritte auf der anderen Seite im Retourgang näher und schnappte zwischen seinen Beinen auf der Rückseite ein kleines Stück weg. Ob es damit dann wirklich satt geworden war, sei dahingestellt…

Von Alphawölfin in der Mitte Futter geklaut

Als nächstes kamen wir bei zwei neuen Habichtskäuzen vorbei. Sie konnten sich wegen der vielen Blätter noch gut verstecken. Bei den Kolkraben gibt es zwei Neue. Sie waren gut zu hören, da sie laut krächzten und das Bellen von Rehböcken nachmachen können. Nur ein paar Schritte weiter sind die Luchse daheim. Sie hatten im Frühjahr drei Junge, die noch da sind, nur deren Eltern sind in einen anderen Zoo übersiedelt.

Endlich hatten wir den Tirolerhof erreicht. Matthias verabschiedete sich von uns, weil er schon seine Tochter vom Kindergarten abholen musste. Der Rest stärkte sich mit einem herrlichen Erdäpfelgulasch. Es wurde viel getratscht, bis unser Freund, der Revierleiter Gerold Vierbauch, bei uns vorbeischaute. Er bedanke sich vielmals bei uns, dass wir es ohne Bahn zu Fuß auf den Hügel geschafft hatten. Wie gut wir uns untereinander verstehen, ist hier zu sehen.

In der Stube vom Tirolerhof Revierleiter Gerold besucht

Vor dem Rückweg schauten wir noch bei den Sulmtaler Hühnern vorbei. Da gibt es drei Hähne, die zeitweise schon zu streiten beginnen. Sie werden wohl doch bald getrennt werden müssen!?

Bei den Tauernschecken Ziegen ist jetzt der Bock „Admiral“ dabei. Er ist doch ein wenig größer und wird sicher im Frühjahr wieder mehrfacher Papa werden…

Hahnenkampf

„Admiral“ lässt grüßen

Vor vier Tagen hatte die Pustertaler Sprinzenkuh „Mirabell“ ihr Kalb „Uranus“ bekommen. Die beiden waren noch im Stall, da die Pfleger den Kleinen dort besser beobachten können. Wir konnten sehen, wie der Kleine, nachdem ihn seine Mutter abgeleckt hatte, dann doch aufgestanden war und brav zu trinken begann.

Im Freien gingen wir beim Kuhgehege vorbei und sahen Gerold, der in ein Loch blickte. Dort war der Pfleger Fabian in einen Schacht gestiegen um die Wasserzufuhr für den Winter abzuschalten. Gemeinsam mit dem Kollegen Christian schafften sie die Installateurs-Arbeit. Was ein Pfleger alles können muss!

„Zoo-Installateure“ Gerold, Christian und Fabian

Am Baumkronenpfad machte ich auf das Vorkommen der Eichkätzchen aufmerksam. Sie leben im Freien und können sich am Tirolerhof bestens mit Wasser und Nüssen versorgen.

Wieder im Tal wärmten wir uns zunächst im Affenhaus auf. Von diesen Tieren war keines mehr im Freien. Dazu ist es ihnen wohl doch schon zu kalt.

Am weiteren Weg zur Jause in der ORANG.erie wurden wir nochmals aufgehalten. Beim afrikanischen Gehege fielen drei Blessböcke auf. Sie hatten scheinbar einen „Anfall“ und tollten wildgeworden in großen Kreisen durch die Anlage. Ob sie sich so wohl aufwärmen wollten!? Die Antilopen und Zebras waren auch dabei, machten aber keinen einzigen Schritt.

Blessböcke liefen scheinbar um die Wette

Schließlich kamen wir in die ORANG.erie, wo wir nicht lange auf meine Freundin Ulli warten mussten. Wir schrieben gemeinsam die Tagestour zusammen und konnten noch einige Neuigkeiten erfahren. Wie immer ließ es sich zum Schluss Renate nicht nehmen, dass sie die Kosten für die Jause von uns allen übernahm. Am Lächeln vom Kellner Christian konnte man sehen, dass er sich über unseren Besuch wieder sehr gefreut hat.

Renate mit unserem Freund und Kellner Christian

Im heurigen Jahr ist unser letztes Zoo-Treffen am 1. Dezember. Der Treffpunkt ist wie immer um 10.00 Uhr bei der U4 Hietzing. Hugh,

 

 

Nudi (Gerhard) Neuhold

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