11. August 2026
Wegen der Sommerhitze musste unser Treffen im Tiergarten Schönbrunn vom 4. August um eine Woche verschoben werden. Am 11. August schafften es Renate, Sigrid, Christian, David, Peter und ich, viele Nachwuchstiere und noch mehr anzuschauen.
Zwergmangusten
Gleich nach dem Eingang sahen wir im Ostafrikahaus die kleinen Zwergmangusten. Sie sind nicht nur in der Familie gut vereint, sondern haben auch ein erstaunliches Sozialverhalten. Dort gibt es nämlich auch die Decken-Tokos. Diese Vögel machen von oben auf mögliche Feinde aufmerksam. Dafür scheuchen die Mangusten unten Insekten auf, die für die Tokos verlockendes Futter sind.
Gegenüber ist der männliche Panda „He Feng“ untergebracht. Er hatte zum Fressen einen so großen Bambuszweig bekommen, dass er damit fast ganz zugedeckt worden war und man fast nur die grünen Blätter rascheln hörte. Ob das genug zum Mittagessen war?
Nicht weit entfernt liegt das Gehege der Nyalas, einer südostafrikanischen Antilopenart. Im Schatten sahen wir ein junges Kalb, das von seiner Mutter gesäugt wurde. Diese Tiere waren schon vom Aussterben bedroht. Durch strenge Schutzmaßnahmen konnte der Be-stand aber wieder gesichert werden.
Noch junges Nyalakalb
Rothalsstrauß-Nachwuchs mit Krähe
Daneben ist der Nordafrikanische Rothals-strauß daheim. Das ist der größte und schwerste Vogel der Welt. Leider wurde auch er durch Wilderer bedroht. Am Erhaltungszucht-programm ist auch der Zoo Schönbrunn beteiligt und es gibt bereits Nachwuchs. Auf dem Bild kann man die Größe der Küken vom Rothalsstrauß mit einer Krähe vergleichen.
Im übernächsten Gehege werden nicht nur Flamingos gefüttert. Auf den Futterschalen pickten die Krähen um die Wette und die Teichhühner fühlen sich im Tümpel mit ihrem Nachwuchs sehr wohl.
Welcher Vogel ist hier daheim?
Mhorrgazelle
Nur ein paar Schritte weiter befinden sich die Mhorrgazellen. Dieses Säugetier war in der Wildnis bereits ausgestorben. Doch in Zoos konnte man für Nachwuchs sorgen und einige Tiere wurden in ihrer ursprünglichen Gegend in Nordwestafrika wieder angesiedelt. Dieses Gebiet wird jetzt zur Sicherheit geschützt.
Eine kuriose Geschichte gab es in einer Wiener Gratiszeitung zu lesen. Da wurde behauptet, dass es im „Haus des Meeres“ mit den Springtamarinen die kleinste Affenart der Welt gibt. Wir kontrollierten diese Behauptung in Schönbrunn. Dort stand, dass ein Tamarin 580 g schwer werden kann. Gleich daneben war zu lesen, dass der Zwergseidenaffe nur 120 g Körpergewicht hat. Wie viele Leser werden das glauben?
Mähnenrobbe
Zwei jungen Mähnenrobben waren mit ihren Müttern zu sehen. Sie sind getrennt im kleineren Becken untergebracht. Nachdem Sigrid eine Dame wegen der Robben ansprach, konnten wir viel erfahren. Die beiden Mütter waren aus Angst um ihre Kleinen gegenseitig aggressiv.
Mittlerweile scheinen sie an der Nachbarin doch interessiert. Man wird sie sicher wieder zusammenbringen bevor es dann ins große Becken zu allen anderen geht. Danach erfuhren wir, dass sie Sandra heißt und wir eigentlich zusammenpassen. Denn sie hatte schon 3x einen Schlaganfall gehabt und sorgt nun 3x in der Woche für genug Bewegung im Zoo. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!
Renate, Sigrid, neue Sandra und ich
Während unserem langen Tratsch waren die restlichen drei Burschen schon auf den Tirolerhof gegangen. Als wir uns jetzt auf den Weg dorthin machten, rief Peter schon an und fragte, wo wir denn geblieben waren. Sie wollten sich bereits den zweiten Gang zum Essen holen. Aber keine Sorge wir schafften es auch hinauf und setzten uns im temperaturmäßig viel kühleren Stüberl zusammen.
Beste Stärkung im Tirolerhof
Da kam uns von der Pferdeweide Pfleger Fabian entgegen. Wir kennen uns schon sehr gut und er erklärte Sigrid, wieso die Stute eine Schwellung am Bauch hat. Es handelt sich um einen Leistenbruch, der aber keine Schwierigkeiten bereitet und die Stute schon zu alt für eine operative Entfernung ist.
Zum Abschluss fiel mir bei der Jause in der Orangerie noch ein lustiges Erlebnis ein. Ich habe davon noch eine Aufnahme aus dem Jahr 2015. Es war damals auch ganz schön heiß. Im Schloßpark lag auf einem Schotter- und Erdlagerplatz ein Fuchs und döste in der Sonne vor sich hin. Dabei sah es aus, als würde er mir entgegenlachen. Oder hatte er sich gar über mich lustige gemacht!?
Beste Stärkung im Tirolerhof
Die nächste Zoo-Runde gibt es am 1. September. Hugh,
Nudi (Gerhard) Neuhold








