Impressionisten im Unteren Belvedere

Trotz des kalten, unangenehmen Wetters trafen sich 19 Freund*innen der SHG-SHT Wien im Unteren Belvedere. „Sie treffen sich um viertel nach drei, am Stammtisch ums Eck in der Konditorei...“ (Udo Jürgens  in „Aber bitte mit Sahne“). Naja fast, denn wir trafen uns schon um 14.45 Uhr für die Sonderausstellung über französische Impressionisten (Ende 19. Jahrhundert).

Barbara Lenz kniete vor unserer Gruppe

Unsere Kunstvermittlerin war diesmal wieder Barbara Lenz. Sie begleitete und durch die Ausstellung: Cézanne, Monet, Renoir – Französischer Impressionismus aus dem Museum Langmatt. Die Bilder stammen aus der Villa Langmatt (Schweiz), die vom industriellen Ehepaar Sidney und Jenny Brown gesammelt wurden. Aufgrund ihres Kunstgeschmacks hatten die beiden impressionistischen Bilder gesammelt. Es sind insgesamt 55 Gemälde: von Renoir (22 Stück), Cézanne, Pizarro, Boudin, Monet, und dergleichen. Die Villa wird zurzeit aber renoviert. Deswegen befinden sich die Bilder auf Tour durch Europa.

 

Erleichterung durch Tube mit Ölfarbe

Künstler*innen konnten erst mit der Erfindung der Ölfarben in der Tube (John Goffe Rand - 1841) unkompliziert im Freien malen.  Für die impressionistischen Maler*innen war das ein großer Vorteil.

Die Bezeichnung Impressionismus (Eindruck) wurde in einer Ausstellung von einem Kritiker eigentlich negativ geprägt. Der Bildtitel einer aufgehenden Sonne von Claude Monet war der Namensgeber. Anfangs fiel es den Impressionisten schwer ihren Lebensunterhalt mit ihrer Kunst zu verdienen. Um 1900 lebten sie bereits relativ gut von ihren Bildern – heute sind diese Werke sehr teuer und im Markt für den Durchschnittsbürger unerschwinglich.

 

Umfangreiche Objekte in Villa Langmatt

„Eisschollen auf der Seine“ 1880 von Claude Monet

Die Bilder der Sammlung Langmatt zeigen verschiedene Objekte. So wie die auf dem französischen Fluss Seine treibenden Eisschollen von Claude Monet. Dabei  reflektieren die gefrorenen Wasserstücke das Licht, das auf sie fällt.

Zum anderen sieht man auf den Gemälden von Eugène Boudin spielende Kinder mit ihren Betreuerinnen am Strand. Auch hier werden die Personen nur angedeutet. Dies hatte zur Folge,  dass anfangs viele Kritiker behaupteten, die Werke seien noch nicht fertig. Dieses Problem hatten aber auch viele Wissenschaftler*innen, die neue Impulse setzen wollten.

„Strandszene“, 18?? von Eugène Boudin

Am Schluss zeigte uns Barbara noch einige Bilder von einem der wohl berühmtesten Impressionisten Pierre-Auguste Renoir. Es waren ausdrucksvolle Portraits und wunderschöne Landschaften. Nach Ende der Führung machten wir ein Gruppenfoto und  ein paar Hartgesottene gingen zu Kaffee und Kuchen über.

 

Thomas Köck, Wien

 

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