Lukas Cranach im KHM entdeckt

Wir freuten uns sehr, dass wieder Andrea Marbach die Führung übernommen hatte. Mit ihrer Hilfe hatten wir gemeinsam viele Details über die Kunst von Lukas Cranach dem Älteren (1472-1553) erfahren. Er war deutscher Zeitgenosse von Albrecht Dürer und fand seine noch wilden Anfangsschritte bei uns in Wien.

Diesmal gab es im Kunsthistorischen Museum KHM eine besondere barrierefreie Führung für uns. Derzeit läuft dort eine Sonderausstellung über „Cranach, der Wilde“ und die wäre in unserem Programm nicht dabei gewesen. Dafür bekamen wir ausnahmsweise am 19. August eine Sonderführung, für die sich die geringen Kosten wirklich ausgezahlt hatten.

Andrea Marbach fällt in der Mitte mit Kopftuch auf

Seine in Wien geschaffenen Werke fallen durch ihre  ausdrucksstarke und emotionale Formensprache auf. Sie unterscheiden sich deutlich von dem höfisch-eleganten Stil, den Cranach nur wenig später als Hofkünstler der sächsischen Kurfürsten in Wittenberg entwickelte.

Aus den Wiener Jahren sind leider nur wenig Gemälde erhalten, von denen sich besondere Werke heute in Winterthur (Schweiz= und auch bei uns im KHM befinden. Sie stehen, ergänzt um hochkarätige Leihgaben aus anderen Sammlungen, im Mittelpunkt der Ausstellung. Dabei bieten sie einen umfassenden Überblick auf das frühe Schaffen dieses Ausnahmekünstlers.

Überhaupt zum ersten Mal werden auch die berühmten Bildnisse des Humanisten Johannes Cuspinian und seiner Ehefrau Anna aus Winterthur verliehen. Damit werden diese beiden Kunstwerke endlich einmal an ihrem Entstehungsort hergezeigt.

Lukas Cranach: „Porträts von Johannes + Anna Cuspinian, 1502

Kulturelle Fortsetzung im KHM ist am 16. September mit einer Führung in der Wagenburg. Sie ist vorne rechts bei Schloss Schönbrunn und feiert heuer ihr 100-jähriges Bestehen. Am 21. Oktober lautet im KHM das Thema „Horror und Schrecken – es wird gruselig!“. Keine Angst, es wird trotzdem lustig werden. Treffpunkt ist jeweils um 14.45 Uhr beim Eingang. Anmeldung in der Redaktion erbeten!

 

SK

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