Im neuen Jahr 2026 ging es am 16. Jänner im Kunsthistorischen Museum KHM weiter. Diesmal führte uns wieder einmal Andrea Marbach durch die Kunstkammer und den Antiken Bereich. Das Thema lautet „Gesichter des Lebens – Vom Kind bis ins Alter“ und davon gibt es wirklich mehr als genug zu sehen.
Lustige Gesichter mit Andrea Marbach (ganz links stehend)
Nachdem wir meistens durch die Gemäldegalerien gehen, begannen wir diesmal in der Kunstkammer. Dennoch sahen wir zum Beginn gleich zwei Bilder. Zuerst den Böhmischen Kaiser Sigismund (1430), der sich mit einer dicken Filzmütze vor der Kälte schützte. Gleich daneben stand der Heiligenkreuzer Altar (1410) auf dem viele Personen mit deren Geschichte aus der Bibel zu erkennen waren.
Im gleichen Raum stand noch der Marmorkopf eines „Lachenden Knaben“ (1423). Diese besondere Kinderbüste ist eine früheste in der Kunstgeschichte. Gegenüber wirkte das Gesicht eines Königssohnes (1515) eher leidend.
Lachender Knabe
Eindrucksvoll war im Zentrum eines Raumes die Bronzebüste vom scheuen Kaiser Rudolf II. (1603). Er thront auf einem Sockel mit Figuren, die auf die Würde, Macht und Weisheit des Kaisers aufmerksam machen.
Heiter war die Tonfigur eines Franziskanermönchs, 1580. Die Kapuze bei seinen Schultern galt als Sturzbecher, die gefüllt mit Wein auf einmal ausgetrunken werden musste. Prost!
Beim Weitergehen blickten wir auf das berühmte Deckengemälde „Die Mäcene der bildenden Künste im Haus der Habsburger“, 1890 von Julius Berger. Wir durften raten, wer wen erkannte und wurden dabei von Andrea unterstützt. Leider war sie sich bei zwei Personen nicht sicher und das ehemalige Tablet gibt es leider nicht mehr. Dort hätten wir nachschauen können. Aber wir werden den Direktor davon informieren und vielleicht kommt es wieder zurück!?
Aus dem Deckengemälde der vielen Habsburger*innen
In den Räumen der antiken Sammlungen fanden wir noch ein paar Büsten. Sie waren unter anderem vom kühl-klassizistischem Kaiser Augustus (1. Jh. n. Chr.) und dem noch älteren bürgernahen Kaiser Vespasian (70 n. Chr.). Leider waren beide Köpfe nur mehr ohne Körper gefunden worden.
Unser nächster Besuch im KHM steht in der Fastenzeit am 20. Februar auf unserem Programm. Da werden wir die Tatorte im Museum suchen. Welche Spuren werden uns zu Schuld und Strafe führen? Treffpunkt ist wie immer um 14.45 Uhr in der Eingangshalle. Bitte um Anmeldung spätestens am Vortag bei mir unter Tel: 0664/323 3 626
Sigrid Kundela








