Es scheint schon fast ein fixes Thema zu sein. Bei unserem Belvedere-Runden zum Jahresende ging es wieder um das Mittelalter. So begleitete uns Barbara Lenz am 5. Dezember in die Prunkstallung des Unteren Belvederes.
Mit Barbara vor „Hl. Nikolaus“
In diesem Zusatzgebäude waren ursprünglich die Leibpferde von Prinz Eugen untergebracht. Nachdem es im Belvedere von jedem Raum ein Bild als Plan gibt, zeigte uns Barbara auf dem Gemälde von 1738, wie es damals dort ausgesehen hatte. Die Tröge zum Füttern der edlen Tiere gibt es immer noch.
Im nächsten Raum gab es ausschließlich Schätze aus katholischen Kirchen. Sie hatten dem dortigen Personal scheinbar nicht mehr gefallen und wurden von vermeintlich besseren Kunstwerken ersetzt. Es ist ein Glück, dass die vielen Heiligenbilder nicht verloren gegangen sind.
Walter als unser Ritter
Nachdem im Mittelalter das Leben der Bevölkerung noch ganz anders ausgesehen hatte, verriet uns Barbara viel von der schützenden Ritterrüstung. Walter probierte den Kopfschutz unter dem Visier aus. Damals trug man darunter noch einen Stoff, damit bei einem Sturz keine Verletzungen durch die vielen kleinen Metallglieder entstehen. Schon alleine diese eiserne Schutzmütze ist ganz schön schwer. Wie schwer ist damals die ganze Rüstung wohl gewesen? Alles in allem soll dieses Kostüm 20 bis 30 kg schwer gewesen sein. Nachdem die Rüstung auch nicht dehnbar ist, durften die Ritter damals auch nicht zunehmen und sich so den „Bauch einzwicken“.
Ein Gemälde, das doch nicht aus einer Kirche kam, sind „Die Heiligen Crispinus und Crispinianus in ihrer Schuster-werkstatt“, 1520. Es wurde auf Fichtenholz gemalt und wahr-scheinlich von der Innung der Schuster in Auftrag gegeben.
Heilige in Schusterwerkstatt
Es gab noch viele Bilder von unterschiedlichen Heiligen zu besprechen. Die hl. Barbara hatte erst Namenstag und der hl. Nikolaus durfte auch nicht fehlen – siehe Gruppenbild.
Die nächsten Termine im Belvedere sind: 9. Jänner 2026 Unteres Belvedere: „Cézanne, Monet, Renoir. Französischer Impressionismus“, 6. Februar Belvedere21 Atelier: Workshop – „Zusammenhalt, Technik: Collagen“ und 6. März Unteres Belvedere: „Ferdinand Georg Waldmüller. Nach der Natur gemalt.“ Treffpunkt um 14.45 Uhr bei der Kassa. Anmeldung bitte bis zum Vortag in der Redaktion!
Es gibt übrigens auch bereits vom ganzen Programm für 2026 ein Infoblatt. Wer will, kann es beim nächsten Mal gerne mitnehmen.
SK








