Frauen mit und für Power im KHM

Das Thema „Frauenpower und Powerfrauen“ klingt im Kunst-historischen Museum (KHM) sehr verlockend. Entsprechend viele Damen aus unserer Gruppe machten sich mit nur ein paar Männern auf den Weg. Es war am 18. März  von der amüsanten Führerin Andrea Marbach mehr über die weibliche Stärke zu erfahren.

Mit Andrea Marbach (große Tasche) vor Tizians „Ecce homo“, (1543)

Als erstes zeigte uns Andrea von Peter Paul Rubens die „Jagd des Meleager und der Atalante“, (1616/20). Es verbarg sich darin eine griechische Göttergeschichte, in der es um die Siegerin beim Kampf gegen das Wildschwein geht. Sie war mit ihrem Pfeil eben doch ein wenig schneller als der Mann mit dem langen Speer.

Bei „Bacchen“ (1659) fand man erst vor 30 Jahren heraus, dass es von Michaelina Woutier gemalt worden war. Am schönsten scheint die einzige Frau, die aus dem Bild heraus lächelt. Sie ist wohl ein Selbstbildnis der Malerin. Besonders auffällig scheint, dass am Bilderrand etwas fehlt. Andrea erklärte uns, dass bei der Museumsgestaltung sogar sehr viele Bilder verkleinert wurden, um in den Bilderrahmen zu passen. – Es erscheint wirklich schrecklich, dass die Bilder teilweise so verunstaltet worden waren.

Kaiserin Maria Theresia (1773) und Tochter Marie Antoinette (1778)

Bei den beiden Damenportraits von Kaiserin Maria Theresia und ihrer Tochter Erzherzogin Marie Antoinette erfuhren wir mehr über die Adelsgeschichte. Die prunkvolle höfische Kleidung lenkt etwas vom unglücklichen Gesichtszug ab. Marie Antoinette hat eine sogenannte Turmfrisur und wurde von der erst 22-jährigen Elisabeth Lebrun gemalt.

Obwohl die Sonderausstellung von Tizian bereits vorbei ist, gibt es natürlich immer noch Bilder von ihm zu bewundern. So zeigte uns Andrea zum Schluss noch sein großes Gemälde „Ecce homo“ (1543). Es zeigt, wie Pilatus Jesus vor der Öffentlichkeit schuldig erklärt. In der Mitte fällt eine hübsche Dame mit Kind auf. Vielleicht handelt es sich dabei um Maria-Magdalena oder um die Frau des Auftraggebers. Auffällig ist das Schild mit dem Habsburger Doppeladler. Daneben liegt ein Zettel mit der kaiserlichen Bezeichnung von Tizian, der zuvor in deren Hof aufgenommen worden war.

Vielen Dank Andrea, dass wir so viel erfahren durften!

SK

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